Unsere Packstation blüht auf

Nun sind wir schon zwei Nächte in der Packstation und habe eine lange Liste erstellt mit Dingen die wir hier noch brauchen. Deshalb fahren wir demnächst auch wieder zur Farm und stemmen den ersten Teil des Umzugs. Bisher sind wir ja nur mit den Nötigsten Sieben Sachen hier.

Heute saß ich den ganzen Tag am Rechner und hatte sogar die Möglichkeit mal wieder ungestört zu surfen;-)
Anusha und Kamal haben währenddessen den Garten unsicher gemacht. Also das kniehohe Gras gemäht und es etwas wohnlich gemacht. Wir haben jetzt auch 5 Kokosnußpalmen im Hinterhof zu unserer Verfügung und natürlich schon einen Komposthaufen nahe dem Küchenfenster gestartet:-)

Laß' die Fruchtlawine rollen...

Verpackungsmaterial

Wir befinden uns gerade in der Test- und Planungsphase was das Verpackungsmaterial angeht. Es gibt hier viele Möglichkeiten und insbesondere das Verwenden von gebrauchten Kartons erscheint mir nicht nur günstig, sondern auch ziemlich cool. Solange die Qualität okay ist werden wir das natürlich versuchen zu nutzen.

Es gibt hier zum einen Läden, wo man gebrauchte Kartons kaufen kann. Das sind dann Kartons aus dem Großhandel die als Umverpackung dienen für z.B. große Konzerne wie Nestle oder Coco-Cola die ihre Produkteinheiten so an die Gewerbekunden liefern. Die Läden erhalten dann zwei drei Kartons vom Lieferanten und nachdem sie die Ware dann ausgepackt haben kommt jemand vorbei und kauft die gebrauchten Kartons ab. Das ist eigentlich ne gute Sache und solange die Kartons noch top sind absolut denkbar.

Problem ist hier natürlich das wir eine bestimmte Größe also nur ganz bestimmte Kartons brauchen und der Nachschub auch nicht immer sicher ist. Dafür können wir ja zum einen alternative Quellen suchen und brandneue Kartons auf Lager haben, falls benötigt. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit günstiger bei kleineren Betrieben die Kartons in kleineren Stückzahlen dafür aber immer frisch anfertigen zu lassen. Wichtig bei der Luftfeuchtigkeit hier wollen wir kein großes Lager haben. Bei großen Anbietern werden größere Stückzahlen nötig um den Preis zu senken. Natürlich spielt auch die Qualität eine Rolle. Bei unserem ziemlich geringen Bedarf haben wir aber den Vorteil das wir ziemlich flexibel sind und auch mal ausprobieren können.

Laß' die Fruchtlawine rollen...

Packstation in Ragama

Nun ist es offiziell. Wir haben uns nach rund 50 Hausbesichtigungen für den Standort Ragama entschieden. Das weicht zwar um Einiges von unserem ursprünglich Plan ab, ist aber dennoch im Grünen Bereich. Die Hauptgründe für diese Entscheidung waren zum einen der Preis, dann die Privatsphäre – da wir gerne unsere Ruhe haben – zumindest von den Nachbarn – und außerdem die Größe bzw. der vorhandene Platz. Nun haben wir vier Zimmer,  Empfangsbereich und Wohnbereich die sich perfekt zum Packen eignen, zwei Badezimmer, zwei großräumige „Küchen“, Abstellraum und eine Toilette im Garten. also genug Lagerfläche für unser Verpackungsmaterial, etc. Geil ist auch der typische Teich im unteren Wohnbereich und wie das Wasser dort aus der künstlichen Felswand sprudelt. Natürlich mit original Oberlicht, wo es sogar reinregnet in den Teich oder sagen wir Zementteichlein… Das Grundstück ist immerhin 40 Perches groß, also 1000 Quadratmeter und zur Straße hin eingefriedet. Nach hinten gibt es keine Grenze sondern einen kleinen Dschungel ganz nach unserem Geschmack. jackfrucht, Avokado und Kokosnuß wuchern Dort… Fünf Kokosnusspalmen dürfen wir unser Eigen nennen. na dann kann es jetzt endlich losgehen. Anusha hat gerade den Vertrag unterzeichnet und wir mussten nur 6 Monatsmieten im Vorraus bezahlen. Keine Kaution, was wie gesagt ein riesiger Vorteil ist in unserer Lage. Und die Monatsmiete beträgt gerade mal 18.000 läppische Rupien. sprich laut aktuellem Eurotiefkurs umgerechnet knapp 130€.

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Fruchtlawine rüstet auf

Neben einer akkuraten Waage für die Einwaage der Früchte brauchen wir natürlich auch eine vernünftige und vor allem mobile Waage beim Einkauf der Früchte. Dann brauchen wir sichere Kisten für den Transport – hier haben wir uns heute schon einmal umgeschaut und uns für stabile Plastikkisten entschieden, die sich leicht stapeln lassen und gut für den Transport von Früchten geeignet sind. Einfache Arbeitstische für das Packen sollten wir ebenfalls anfertigen lassen, da wir eine gute Arbeitshöhe und viel Platz brauchen, wenn es dann ans packen geht. bei den ersten Lieferungen werden wir ja sehen woran es noch fehlt und dann nach und nach weitere nötige Anschaffungen machen. Es gibt aber sicher noch viel Kleinkram zu besorgen und wir müssen erstmal gute Quellen für die nötigen Verbrauchsmaterialien finden. Für mich ist das alles sehr aufregend und ich merke wie das ganze Projekt wie ein Puzzle langsam aber sicher wächst.

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Im Westen nichts Neues

Ich hatte es gestern geschafft, ruhig und gelassen ins Bett zugehen und zunächst einmal auszuschlafen. das ist ein völlig neues Konzept für mich und ich muß sagen es war sinnvoll und hilfreich. Heute Morgen entschied ich dann was ich mitnehmen wollte und packte meine sieben Sachen sorgfälltig ein während Kamal klar Schiff machte und alle Küchenutensilien im Haus verstaute. Das ist der Nachteil einer Outdoorküche.

Anschließend schleppten wir den Kram hoch zum LKW. (Lustiges kleines Wäglein)

Moskitonetze, Matratzen, Bürostuhl, Klamotten und Kissen sowie der ganze Papier und Computer-krams

9.30uhr ging es los. 19:30uhr waren wir endlich da, eine halbe Weltreise…

Nun werde ich Übergangsweise das Büro der Fruchtlawine hier eröffnen und wieder aktiver im Netz mein Netz auswerfen um weitere Mitglieder zu werben.

An der Westküste ist alles beim Alten.

 

Laß' die Fruchtlawine rollen...

Wünsch Dir was!

Wir dachten das von den rund 40 Häusern, die Anusha sich angeschaut hatte wir das Beste nun nehmen müssen und irgendwie war das auch das Einzige das okay war für uns, aber eben nicht perfekt. Nun waren wir trotzdem bereit Kompromisse einzugehen und dachten uns bereits das es ja nur für ein Jahr ist und irgendwie waren wir ja auch unter Zeitdruck. Anusha hatte aber ein schlechtes Gefühl bei der Sache und da wir in jedem Fall einen coolen Vermieter haben wollten und schon schlechte Erfahrung mit uncoolen Vermietern gemacht hatten, entschieden wir uns in letzter Minute gegen das Haus. Die Reaktion des Vermieters unterstrich unsere Entscheidung und es war gut das wir auf unser Bauchgefühl gehört hatten.

Aber wie sollten wir das nun erklären? Egal! Wir finden was Besseres!

Am nächsten Tag bekam Anusha einen Anruf und die Nachricht das einige weitere Häuser verfügbar wären. Die ersten drei waren nicht der Rede wert und das letzte schien interessant. Es war gerade ganz frisch auf dem Markt und Anusha war die erste Interessentin.

Hey das ist unser Haus! Und viel geiler als erhofft! Perfekt für die Fruchtlawine und der Vermieter ist sehr cool und Polizeibeamter. Mir kommt das schon verdächtig vor.

Manchmal muss man erst etwas Altes loslassen damit man etwas Neues erhalten kann. Wer genau weiß was er will, der kann es auch bekommen, wenn er die Bestellung richtig formuliert. Und zu guter Letzt: Man darf nicht zu schnell handeln, in der Ruhe liegt die Kraft.

 

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Bürodach

Munasinghe heißt der Knabe, er ist ein ganz schmaler Typ und man sieht ihm weder an das er 40 ist, noch würde man ihm zutrauen, das er zweifacher Vater ist. Er wird von den meisten im Dorf unterschätzt und ehrlich gesagt hätte ich auch nie geglaubt das er freiwillig bei unserem Dach hilft. Jedenfalls kam er morgens ganz pünktlich und erklärte sich sofort bereit den verantwortungsvollsten Teil der Arbeit zu übernehmen. Er kletterte auf das Dach und begann mit dem eindecken. Ich hatte schon fast geglaubt das ich diesen Job wieder alleine durchziehen müßte und mir fiel wirklich ein Stein vom Herzen, als Löwengesicht – das bedeutet Munasinghe nämlich übersetzt – die ersten Palmenwedel entgegennahm und die lustige Dachdeckerei ihren Lauf nahm.

Nun war Kamal ja zum Glück ebenfalls da und er ist immer der perfekte Handlanger und somit hätte ich genug Zeit um all die Palmenblätter zuzuschneiden und die Dachlatten zu schnitzen. das alleine kostete mich den halben Tag. Am Nachmittag war Kamal dann im Dorf und organisierte weitere Palmenblätter, da wir doch mehr brauchten und wir schafften es sogar die waghalsige Aktion abzuschließen. Kamal kennt die Jungs aus dem Dorf ja und abends kam noch etwas mentale Verstärkung dazu. Mit Sprüchen wie „Seh zu das du das Dach dichtbindest“ und „Hör auf da rumzueiern“ und „Leg mal einen Zahn zu“ wurde der Löwe in Munasinghe geweckt und förmlich mit den Palmenwedeln von unter her vorangestoßen. Der Höhepunkt war dann die Kletteraktion runter vom Dach. Mit einem waghalsigen Manöver erreichte der mutige Volunteer wieder sicheren Boden unter der Füßen und nach einem kräftigen halbwegs Flüssigem singhalesischen Lobgesang meinerseits verabschiedete er sich und tippselte verträumt und Betelnußkauend davon.

Anschließend nahm Kamal mich zur Seite und erklärte mir das er Munasinghe ein paar Tage zuvor mit einem Bier und ziemlich angeheitert angetroffen hatte. Nun weiß jeder im Dorf das das bei mir nicht gut ankommt und Kamal weiß aus Erfahrung das dies die beste Gelegenheit ist um nach einem Gefallen zu fragen. So erhielt er Munasinghes Zusage. und damit zumindest der guter Ruf bei mir, dem weißen Herrn, wieder hergestellt sein würde, mußte dieser Gefallen nun eingelöst werden.

Diese Last wog am Morgen noch auf den dürren Schultern des Kleinen Mannes, der am Abend aber seinen Löwen gestanden und vermutlich bereit für ein kleines feines Lions Beer war.

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Verhandlungssache

Wenn es um die Kaution, die Monatsmiete und der Mietvorschuß geht dann ist Verhandlungsgeschick gefragt. Da wir aber von all den Häusern nur Eines gut finden ist der Verhandlungsspielraum nicht gerade groß. Wir können ja nicht riskieren, das Haus zu verlieren. und genau das ist keine gute Basis. Nachdem der Vermieter nun 12 Monate Kaution plus 6 Monate Mietvorrauazahlung will hat Anusha dann doch gesagt das ihr das die Sache nicht wert ist. wir haben 12 Monate Mietvorrauazahlung angeboten und die Monatsmiete etwas gedrückt. mal sehen wie die Reaktion wird. In jedem Fall versuchen wir noch weitere Häuser zu finden. Im April wollen wir das zumindest noch schaffen.

Laß' die Fruchtlawine rollen...

Versiegeln und lackieren der Tür und Fenster im Bürohaus

Raus den Pinsel hieß es heute mal wieder. den letzten Feinschliff und dann erstmal versiegelt. Nachmittags dann Schön lackiert die Teile. Da hat sich meine Ausbildung zum Maler und Lackierer doch gelohnt, die ich während meiner Graffitiphase als großen Vorteil ansah. heute öffne ich keine Lackdose mehr ohne vernünftigen Atemschutz und Für Sprühdosen ist mir mein Geld zu schade. da Pflanze ich lieber Obstbäume und bin der aufmerksame Schrebergärtner, der aber – keine Angst – nicht gleich die Bullen ruft, wenn ein paar gestalten mit dicken Hosen und klimpernden Rucksäcke die Bahnschienen unsicher machen. „Wir sind die vor denen uns unsere Eltern immer gewarnt haben“ laß ich mal irgendwo auf der Berliner Mauer glaube ich und Stimme zu.

Laß' die Fruchtlawine rollen...

Packen für den Umzug

Da unser Bürohaus nun ja abschließbar ist, habe ich schon mal damit begonnen alles was wir für die Packstation benötigen dort zusammenzutragen. Hauptsächlich unsere gesamten Ladenutensilien, die genau richtig sind für unsere Zwecke. Die Verkaufsregale lassen sich wunderbar nutzen um die Vorbereiteten Früchte beim Zusammenstellen und verpacken der einzelnen Pakete schnell zur Hand zu haben da sich im Vorfeld alles nach Größen und Gewicht organisieren läßt. Tische und Stühle können wir sicher immer gut gebrauchen und insbesondere die große Gefriertruhe und das Kühlregal sind perfekt für Überschüsse und werden mir den Aufenthalt versüßen. Das Gute an der Sache ist das wir jetzt endlich Platz haben und mal frei atmen können im Haus. Somit ist das Bürohaus nun erstmal zum Abstellraum degradiert worden.

Laß' die Fruchtlawine rollen...