Sera Ela (Wasserfall)

Am nächsten Morgen ging es weiter zum Sera Ela, einem Wasserfall, der meiner Meinung nach einer der Besten ist, die ich je in Sri Lanka besucht habe. Der Zeitpunkt war perfekt, das Wetter war toll und der Weg runter zum Wasserfall war schon ein Erlebnis für sich. Ich und Anusha waren etwa 15 Minuten vor der Gruppe dort und bereits im Wasser als der Rest der Bande eintraf. Wir genossen das kühle Naß und es war wirklich super! Der Wasserfall prasselte auf uns herunter und wir kletterten an den Felsen hoch um dann etwa einen Meter über dem Wasser auf einer kleinen Plattform zu sitzen und genau hier eine nette Dusche zu bekommen. Die anderen kamen mit Ihren 23 Kameras und knipsten um die Wette. So wurden wir „erwischt“ als wir uns unter dem Wasserfall küssten.

Anusha war schon wieder draußen und aalte sich in der Sonne als ich mich an anderer Stelle so unter dem Wasserfall platzierte, das ich quasi eine Ganzkörpermassage erhielt;-) Als ich genug hatte kletterte ich seitlich im Dschungel durch das Unterholz und erreichte schließlich den oberen Pool und sah, das es noch weitere Wasserfälle weiter oben gab. Einfach fantastisch. Hier wäre ich gerne noch den ganzen Tag geblieben, aber die Gruppe mußte nach einer guten Stunde schon weiter. Ich war ziemlich enttäuscht, aber ließ mir nichts anmerken;-)

Wir traten gegen Mittag die Heimreise an und machten noch ein Picknick an einem großeren Fluß. Dann verabschiedeten sich die Ersten in Kandy, während wir mit dem Rest der Gruppe und ein paar neuen Freunden noch im völlig überfüllten Zug bis nach Ragama fuhren.

Laß' die Fruchtlawine rollen...

Knuckles

Am Samstag starteten wir von Kandy aus zu unserem ersten Ziel: Bambarakiri Ela (Hornissen Milch Wasserfall).
Die Hängebrücke, die direkt am Wasserfall über den Fluß führte war ein Traum. Und das Wasser eine erfrischende und belebende Erfahrung. Ich war leider der Einzige, der sich zu dieser frühen Stunde auf das Abenteuer einließ, aber so bekam ich wenigstens mal schöne Fotos von mir. Der Wasserfall ist einer der Schönsten wie ich finde und auf jeden Fall einen ganzen Tag wert. Allerdings fiel mir das erst später auf, da wir ja noch viel auf dem Plan hatten, war auch ich schnell „gesättigt“ und kaufte noch ein paar reife Avocados am Straßenladen für später. Dann ging es weiter durch malerische Teeplantagen bis nach Riverston, wo der große Hauptsendemast Sri Lankas steht. Ich war hier bereits mit Anusha gewesen und somit war es nichts Neues, aber da wir einen guten Führer (ich weiß das Wort ist negativ belegt) hatten bekamen wir diesmal eine gute Portion Hintergrundwissen von einem Einheimischen;-)
Wir könnten viele kleine Tiere wie Frösche und Insekten beobachten und ich aß sogar einige wilde Beeren, die uns als eßbar erklärt wurden. Kirimettija Kande heißt die höchste Erhebung in den Knuckles und die Aussicht war fantastisch.
Nicht weit entfernt liegt eine kleine Ebene mit einem weltweit einmaligen Klima das Tier-und Pflanzenarten beherbergt, die es nur an diesem Ort gibt. Wir hatten einen Fotografen dabei, der auf Wild Life spezialisiert ist und hier einige tolle Fotos machen konnte. Über die Ebene wanderten wir bis zum Abgrund, der auch Mini World´s End genannt wird. Dort gab es erstmal ne lustige Fotosession, da jeder sich am Abgrund auf dem Felsvorsprung fotografieren lassen wollte. Dann gab es noch einige Gruppenfotos.
Nachdem wir Pitavala Patana besichtigt hatten (das Mini World’s End) übernachteten wir schließlich in einem kleinen Hotel ganz in der Nähe.

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Laß' die Fruchtlawine rollen...

Gamana X Tour

Heute Abend sollte es endlich losgehen und zwar zu einem Kurztrip mit einer Gruppe einheimischer Naturburschen. Wir trafen uns am Bahnhof in Ragama und fuhren erstmal nach Colombo Fort um dort ein paar Sitzplätze nach Kandy zu bekommen. Es war eine ziemlich anstrengende Reise und wir kamen erst gegen Mitternacht dort an. Dort übernachteten wir in einem Gruppenraum im YMCA und hatten unseren Spaß. Die Jungs sind nochmal ruas um ein paar Nachtfotos vom „Tempel of Tooth“ und am „Kandy Lake“ zu machen. Wir waren einfach nur müde und nicht zu motivieren…

 

Laß' die Fruchtlawine rollen...

Papaya Sunrise

Hintergrundinfos
Die Papaya „Sunrise“ ist eine Papaya, die der Sorte „Rathna“ sehr ähnelt. Sie hat sich gegenüber der Red Lady inzwischen durchgesetzt und ist sehr beliebt auch auf den lokalen Märkten. Mich persönlich erinnert der Geschmack an die Rathna, die wir ja selbst angebaut hatten. Da die Papaya Sunrise keine Probleme mit Schimmel hat, ist sie natürlich besser für den Versand geeignet.

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Teilweise kommt es vor, das während des Reifeprozesses Papayamilch tröpfchenweise und harzartig durch die Schale nach außen tritt. Der Geschmack wird hierdurch aber nicht beeinträchtigt. Die Papayamilch gerade bei noch nicht ganz reifen Früchten verursacht Juckreiz auf der Haut. Nachdem ich zweihundert Kilo Papayas selektiert hatte, bin ich ziemlich empfindlich dagegen gewesen;-) Ich werde mir also Handschuhe besorgen müssen um in Zukunft weniger zu leiden…

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Eigenschaften
Die Papaya Sunrise ist eine erfrischende Frucht. Die Früchte wiegen etwa ein bis zwei Kilogramm und haben damit eine gute Größe für den Versand. Das Fruchtfleisch ist orange und saftig-süß. Die Papaya ist sehr aromatisch und wird erst bei voller Reife etwas weich, wobei sie immer noch schnittfest bleibt. Die Schale der Früchte wird bei Vollreife komplett gelb.

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Verwendung in der Rohkostküche
Die Papaya läßt sich gut im Obstsalat verarbeiten und mit etwas Zitrone und ein paar Tropfen Salzwasser verfeinern. Am liebsten mag ich die Papaya halbiert und benutze dann einen Löffel um das Fruchtfleisch zu geniessen.

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Ernte und Transport
Bei der Ernte kann meist immer nur eine Frucht pro Baum verwendet werden, da wir nur die perfekte Reifestufe auswählen. Eine zweite Frucht ist dann vielleicht zu reif und eine andere zu unreif. Die Früchte werden logischerweise immer nacheinander reif.
Mit perfekter Reife meinen wir bei dieser Sorte, das die Frucht bereits deutliche gelbe Verfärbungen hat, die darauf hinweisen, das die physikalische Reife voll erreicht und der Reifeprozeß bereits in vollem Gange ist. Damit stellen wir sicher, das die Frucht noch fest genug für den Transport ist und trotzdem die volle Geschmacksqualität aufweist.
Ganz wichtig bei den empfindlichen Papayas ist das sie direkt vom Baum in die Verpackungsnetze gesteckt und vorsichtig in gepolsterte Kisten verpackt werden, wobei darauf zu achten ist das nicht zuviele Früchte übereinander liegen. Nach dem Transport zur Packstation werden die Früchte dann ausgepackt und auf Karton ausgebreitet um anschließend vorsichtig mit einem feuchten Tuch gesäubert zu werden. Das ist wichtig, damit die Milch, die beim abrupfen vom Baum noch für eine gewisse Zeit aus dem Stiel der Frucht tropft dann entfernt wird. Diese ist klebrig und juckt auf der Haut, weshalb hier Handschuhe empfehlenswert sind. Anschließend bekommen die Früchte ein neues Netz und sind bereit zum Verpacken, während die alten Netze für die nächste Ernte wiederverwendet werden können.

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Laß' die Fruchtlawine rollen...

Die Fruchtlawine rollt!

Nachdem alle Pakete verpackt und belabelt waren, ging es über die neue Autobahn in nur 30 Minuten direkt zum Flughafen. Die erste Station war das „Quarantine Office“. Dort wurden erst sechs, dann nochmal zwei und weitere sechs Pakete geöffnet. Wäre ich alleine dort angetanzt dann hätte ich die Lieferung sicher in den Sand gesetzt. Aber Anusha und Chanuka feilschten uns irgendwie durch. Das Problem war das die Früchte zu reif seien;-) Langsam wird mir auch klar, warum alle Früchte unreif exportiert werden. Das geht viel problemloser. Wir hatten bei den Papayas zum Glück keine Probleme mit Ringspot Virus (häufig bei Ratna und teilweise Red Lady), aber die Ananas waren nicht sauber genug. Bei den reifen Früchten sind dann vermehrt diese kleinen weißen Ananasschmierläuse. Die müssen komplett entfernt werden. Außerdem Ameisen, die wir mit einem Luftgebläse zwar weitgehend entfernt hatten, aber immer noch vereinzelt da waren. Das ist eine sehr mühsame Arbeit. Also da müssen wir nur gründlicher sein. Und was die baumreifen Papayas angeht müssen wir halt einfach möglichst Montag abend oder Dienstag früh ernten. Dann haben wir da keine Probleme, denn so können wir wie gehabt baumreif pflücken und die Früchte reifen perfekt nach im Paket. Diesmal werden die Papaya vermutlich vollreif bis überreif ankommen. Wir haben unser Bestes versucht und „Experience is the best teacher!“

 

 

 

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Packtag

 

 

Ich war hauptsächlich an der Waage beschäftigt, während Kamal und Anusha die Pakete behutsam verpackten. Zum Glück war Chanuka vorbei gekommen und übernahm die Eingabe der Wiegemengen in die Packliste. Ich muß gestehen das 65 Pakete innerhalb von 10 Stunden ein ziemlicher Marathon sind und mit weniger als 10 Minuten pro Paket auch sehr streßig. Ich habe wirklich versucht so gut es ging auf Eure Wünsche einzugehen, aber am Ende hatten wir z.B. keine Banane Sini mehr, sodaß ein paar von Euch nur die Banane Ambul bekamen. Das hätte ich verhindern können indem ich die Bananen vorher abwiege und dann ausrechne wieviel jeder bekommen kann. Leider ging aber alles drunter und drüber und ich mußte sogar teilweise noch die Bananen von der Staude schneiden, die Ananas putzen und mir die Früchte, die im ganzen Haus verteilt waren zusammensuchen. Also ich bitte mir das nachzusehen. Wir haben viel gelernt und beim nächsten Mal sind wir schon viel organisierter und werden auch Verstärkung bekommen. Ich bin stolz auf die leckeren baumreifen Früchte, die wir Euch verpackt haben und hoffe das alles gut ankommt! Danke für Eure Bestellungen!

 

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Kollikutu & Rote Bananen

Die kann Anusha kaum tragen;-)
Überdurchschnittlich große, halbreife Rote Bananen, noch etwas gelblich-grünlich…

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So schaut es aus wenn die „Banane Koolikuttu“ sich bereits fast von alleine vom Stil löst bzw. ganz leicht abknicken läßt. Bei Vollreife ist auch der Stil komplett gelb. Braune Punkte auf der Banane und auch die kleinen Risse sind ein absolutes Qualitätsmerkmal.

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Zweiter Erntetag und Vorbereitungen

Anusha und Kamal waren nochmal den ganzen Montag unterwegs und kamen erst am späten Abend mit weiteren Früchten zurück. Baumreife Papaya und Bananen hatte ich inzwischen ausgebreitet und selektiert sowie geputzt;-)
Außerdem druckte ich bereits alle Adress-Label aus und beklebte und nummerierte Die Pakete nachdem ich die Kartons verklebt und mit Packpapier ausgepolstert hatte. Dann schnitt ich noch die Trennelemente zu und überlegte mir schon mal ein System zum Verpacken. Langsam merkte ich das die Stunde der Wahrheit näher rückte. Nun sollte die Fruchtlawine also wirklich rollen. Aufgeregt bereitete ich soviel wie möglich vor und versuchte die Ruhe zu bewahren;-)

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Erntetag

Anusha und Kamal hatten lange mit den Bauern reden müssen um diese zu veranlassen die Früchte länger im Baum reifen zu lassen. Das damit verbundene Risiko von Ernteverlusten durch Ernteräuber nimmt kein Bauer freiwillig auf sich. Auch ernten die Bauern gerne selbst und lassen ungern den Einkäufer durch den Garten laufen. Am Sonntag allerdings spazierten Anusha und Kamal durch die Anpflanzungen und pflückten nur die besten baumreifen Früchte. Logischerweise waren das nicht genug und erst jetzt realisierten die Bauern wie anspruchsvoll die Auswahl vonstatten ging. Nur über den guten Preis konnten wir das Interesse der Bauern wecken und jetzt müssen wir noch dafür sorgen, das sie uns trauen, damit wir dann immer möglichst alle Früchte am Montag ernten können. Gut das wir einen Tag vorher gestartet haben und morgen noch weitere Bauern besuchen. Und gut das wir erstmal klein anfangen mit den drei Grundprodukten.

 

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